Letzte Woche habe ich dir schon etwas darüber erzählt, wie ich meine Wochenziele festlege. Aber habe ich nicht auch größere Ziele? Na klar: Montas-, Jahres-, 5-Jahres- und Lebensziele!

Ich habe es früher schon so gemacht, dass ich mir überlegt habe, was ich langfristig erreichen will, und darauf meine kleineren Ziele heruntergebrochen habe. Durch die “One Thing”-Methode von Gary Keller ist allerdings noch mehr System in meine Zielsetzung gekommen.

Wie funktioniert “The One Thing”?

Kurz gesagt geht es bei der One Thing – Methode darum, immer nur EINE Sache zu wählen, die einen weiterbringt, und dann immer kleiner herunter zu brechen, wie man diese eine Sache erreicht: Was ist die eine Sache, die alles andere leichter oder sogar überflüssig macht? Das fragt man sich immer eine Stufe weiter. Also etwa so:

  • Was ist die eine Sache, die ich in den nächsten 5 Jahren tun kann, um meinem Fernziel näher zu kommen?
  • Was ist die eine Sache, die ich dieses Jahr tun kann, um meinem 5-Jahres-Ziel näher zu kommen?
  • Was ist die eine Sache, die ich diesen Monat tun kann, um meinem Jahresziel näher zu kommen?
  • Was ist die eine Sache, die ich diese Woche tun kann, um meinem Monatsziel näher zu kommen?
  • Und was ist die eine Sache, die ich heute tun kann, um meinem Wochenziel näher zu kommen?

(In dem Buch steht natürlich noch ein bisschen mehr, wobei man viel zum Thema Zeitmanagment auch woanders finden kann. Wenn du jedoch gerne liest und Selbstmanagement-Bücher magst, kann ich “The One Thing” empfehlen, die Methode ist besonders hilfreich für Menschen, die sich gerne mit ihren Zielen verzetteln.)

Was Gary Keller allerdings nicht macht, ist einzuschränken, in wie vielen Bereichen man diese Methode anwendet. Man hat also gar nicht wirklich eine “eine Sache”, sondern mehrere. Mit ein bisschen Umsicht und sinnvoller Selbsteinschränkung lässt sich das aber trotzdem gut anwenden.

Meine “einen” Sachen

Ich habe für meine Ziele 8 Bereiche festgelegt. Dieselben, die ich auch bei anderen Übungen wie z.B. Level 10 Life / der Lebensblume benutze: Fitness & Gesundheit, Partnerschaft, Karriere & Finanzen, Verwandte & Freunde, Selbstliebe, Klarheit & Innerer Friede, Spaß & Erholung und Mein Beitrag.

Für jeden dieser Bereiche habe ich nach der Lektüre von The One Thing eine Sache ausgewählt, die ich langfristig erreichen möchte. Z.B. gehört zu meinem Bereich “Verwandte & Freunde”, dass ich min. 90% meiner sozialen Interaktion mit Menschen haben will, deren Kontakt mich erfüllt.

Diese breche ich dann nach dem oben genannten Schema auf 5-Jahres, 1-Jahres, Monats- und Wochenziele herunter:
Bis 2026 möchte ich meine Kontakte so weit ausgedünnt haben, dass ich genau weiß, mit wem ich warum Kontakt habe. Dieses Jahr heißt das für mich: Keine Facebook-Freundschaften annehmen von Menschen, die ich nicht kenne. (Ich habe schon sooo oft Freundschaftsanfragen bekommen, die in einer Flut von weiteren Anfragen wildfremder Menschen geendet sind, von denen mich dann nicht wenige zu irgendwelchen Verkaufs-Gesprächen einladen wollten. Es tut mir leid, wenn dann ab und zu jemand abgelehnt wird, mit dem sich ein Kontakt lohnen würde. Ich nehme gerne Anfragen an, wenn eine kleine sympathische Nachricht dabei ist, die in sinnvollem Deutsch ist und nicht wie von einem Roboter verfasst klingt. Wer möchte, kann mich aber auch ganz unkompliziert per Email erreichen.)

In diesem Fall werde ich dieses Ziel tatsächlich erstmal jeden Monat wieder aufschreiben, weil es ja kontinuierlich zu erfüllen ist. Andere Ziele sind einmal fällig und dann auch erledigt. Z.B. möchte ich diesen Monat meine Asset Allocation (also wo mein Mann und ich wie viel Geld angelegt haben) durchgehen und prüfen, ob das alles so läuft, wie es soll.

Was ist mit Quartalszielen?

Diese habe ich tatsächlich, allerdings “nur” für mein Business, da richte ich mich nach “Traction” von Gino Wickman. Meine Business-Ziele arbeiten aber auch mit meinen Lebenszielen Hand in Hand (besonders natürlich im Bereich “Karriere & Finanzen”, wobei ich da nicht so differenziere, weil meine Arbeit mit jedem meiner Lebensbereiche zusammenhängt). Meine “One Thing”-Ziele sind in erster Linie die wenigen Dinge, durch die ich sicher sein kann, insgesamt auf dem richtigen Kurs zu sein, während ich über die Quartalsziele den aktuellen Businessfokus festlege. Beides zusammen hilft mir, eine gute Balance in den Wochenzielen und dem alltäglichen Tun zu erreichen.

Wenn du auch deine alltäglichen Aufgaben klarer sortieren möchtest, aber nicht weißt, wo du anfangen sollst, melde dich bei mir für ein kostenloses Wegweiser-Gespräch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.