In dieser Blogartikel-Reihe kannst du mir hinter die Kulissen meiner Arbeit folgen. Ich zeige dir ein paar meiner Routinen, Arbeitsmittel, Inspirationsquellen und Erfahrungen in der Zeit vom 24.01.22 -06.02.22.

Inspiriert durch die “Zeige-was-du-tust-Challenge” von Dagmar Recklies.

Tag 1: Morgenroutine und Wochenplanung

Montag ist mein Planungstag, deswegen erzähle ich dir heute etwas über meine Wochenplanung. Und da ich ganz von vorne starte, zeige ich dir auch gleich noch meine Morgenroutine:

Morgenroutine

Je nachdem, ob mein Mann im Homeoffice ist oder nicht, stehe ich mit ihm kurz nach 7 Uhr auf (um ihm sein Essen fürs Büro fertig zu machen) oder kann noch etwas liegen bleiben. Schlaf ist für mich superwichtig, weshalb ich auch sehr wenige Regeln dafür aufstelle, bis wann ich aus den Federn sein “muss”. Wenn ich noch müde bin, bleibe ich noch etwas liegen, weil dann brauche ich es auch (ich benötige aktuell ca. 9 Stunden Schlaf, das ist für jemanden, der so viel machen möchte wie ich eine ganze Menge – aber genau deswegen habe ich gelernt, so effizient zu arbeiten, denn am Schlaf zu sparen ist das schlechteste, was man machen kann). Meistens stehe ich genüsslich zwischen 8 und 8.30 Uhr auf.

Aufstehen, aufs Klo gehen (ich vermisse sowas immer in den Beschreibungen von den Leuten, die ihre Routinen beschreiben – wann kümmern sie sich um die Basics?) – nach dem Händewaschen trinke ich auch gleich noch ein paar handvoll kaltes Wasser, das erfrischt und füllt das Defizit der Nacht wieder auf. Neuerdings mache ich direkt vor dem Bett ein paar Liegestütze und Kniebeugen, einfach so viele, wie ich gerade schaffe. Dann Gelenke durchbewegen/Rücken dehnen (man wird nicht jünger), heute habe ich mal wieder ein paar Morgenseiten geschrieben (die Idee habe ich von Julia Cameron, ich habe aber schon genug “aus meinem Kopf raus”, um das nicht jeden Morgen machen zu “müssen”).
Dann schnappe ich mir mein Bullet Journal, notiere den Tag und das Datum, dann 3 Dinge, für die ich dankbar bin, und lausche ein paar Minuten in mich rein, was mir mein Unterbewusstsein, meine innere Weisheit oder was auch immer gerade sagen möchte (heute z.B.: “Du kannst die Dinge, die du schaffen möchtest, nur eins nach dem anderen bewältigen, nicht alle zugleich.” Wohl gesprochen, Unterbewusstsein).

Vielleicht fällt es dir auf: Kaffee trinke ich keinen (ich schlafe lieber mehr), auch Frühstück ist nichts für mich. Duschen und anziehen entscheide ich spontan, wann es mir gut reinpasst, ich verbringe auch gerne mal die ersten Stunden in meinem Büro im Schlafanzug.

Wochenplanung Teil 1: Management-Meeting (mit mir selbst)

Eine der wichtigsten Fragen für die Woche ist natürlich, was alles zu tun ist. Da meine Arbeit die meisten organisatorischen Fragen aufwirft, mache ich jede Woche eine Meeting mit mir selbst. Ich halte mich dabei stark an das “Weekly Meetup” von Gino Wickman, sein Buch Traction finde ich da sehr hilfreich. Kurz gesagt geht es darum, in kurzer Zeit einen Überblick zu gewinnen, wo man gerade in seinem Business steht, was für Probleme es gibt und was diese Woche zu tun ist.

Ich checke also z.B. meine Quartalsziele ab, ob ich noch “on track” bin, prüfe, ob ich die To-dos vom letzten Meeting umgesetzt habe (wenn nein, ob z.B. ein Problem vorliegt), und sammle dann alles, was gerade nicht so läuft, wie es soll. Das können dringende Fragen sein, wenn z.B. durch äußere Umstände mehr Aufgaben auf meinem Schreibtisch landen, als ich gerade bewältigen kann, aber auch so Kleinigkeiten wie “Ich habe auf meiner Webseite inzwischen mehrere Emailadressen angegeben, welche will ich denn nun eigentlich primär verwenden?” (Tipp, falls du mich erreichen willst: Ich habe alle meine Emailkonten im Blick, meine primäre Adresse ist aber iris-brandt@gmx.net).

Am Ende des Meetings habe ich eine Liste mit neuen To-dos für die Woche, die ich dann gleich ins Meeting-Protokoll für die nächste Woche und mein Todoist übertrage (erstmal nur kopieren).

Das Meeting geht per Definition maximal anderthalb Stunden (bei mir: von 9 Uhr bis spätestens 10.30 Uhr, meistens bin ich schon vorher fertig). Danach mache ich erstmal eine kleine Pause, lüfte mein Hirn durch, lasse frischen Sauerstoff in mein Büro und tue mal eine Minute nix (das mach ich öfters am Tag, weil es so wichtig ist!)

Wochenplanung Teil 2: “One Thing”, To-dos und Commitment

Ich habe eine mehrstufige Wochenplanung, das braucht man aber nicht unbedingt. Ich verfolge nur sehr viele Ziele und Ebenen gleichzeitig: Kurz- und Langfristiges, Dringendes und Dinge, die ich “irgendwann” mal machen will, Herzensträume und Alltags-Aufgaben. Für Anfänger reicht eine simple Grundaufteilung in “wichtig” und “nicht so wichtig”, um zu wissen, was als nächstes dran ist (Tipp: Wenn du nicht weißt, wo du bei deinen vielen Ideen anfangen sollst, hilft dir mein Startpunkt-Finder-Minikurs weiter!).

Ich habe eine Liste mit Wochenzielen für meine “One Thing”-Ziele (nach Gary Keller), also die Dinge, die ich in den nächsten 5 Jahren erreichen will, runtergebrochen auf Jahres-, Monats- und eben Wochenziele. Dazu gehört für mich aktuell z.B. tägliches Meditieren.

Dann habe ich noch meine To-dos für diese Woche. Die, die ich schon vorher festgelegt hatte und die, die jetzt über das Meeting neu dazugekommen sind. Für mich gehört zum Montag dazu, mir einen Überblick darüber zu verschaffen, was ich mir für diese Woche alles vornehme, gegebenenfalls den einen oder anderen Punkt auch nochmal zu verschieben und alles frisch zu priorisieren. So kann ich den Rest der Woche über klar sehen, was als nächstes dran ist (und was nicht, was mindestens genau so wichtig ist).

Ich habe mir angewöhnt, meine Wochenziele einer Freundin mitzuteilen, und sie mir ihre, so sind wir stärker “committed” und können uns auch gegenseitig Tipps geben.

Aktuell probiere ich auch noch ein neues Planungssystem aus mit einem Wochenkalender, in dem jeweils verschiedene Zeiten für bestimmte Aufgaben geblockt werden. Ich erzähle dir gerne in einem der nächsten Posts mehr darüber, ob sich dieses Konzept für mich bewährt hat.

3 Gedanken zu „Einblicke in meinen Arbeitsalltag – Die “Zeige-was-du-tust-Challenge” – Tag 1: Morgenroutine und Wochenplanung“

  1. Wir haben einiges gemeinsam.
    Montags wird die Woche geplant und Gary Kellers “The One Thing” hilft mir auch sehr bei den Prioritäten.

    Eine schöne Idee, in einer Blogartikelserie solche Einblicke zu geben.
    Bin schon gespannt, was noch kommt.
    Liebe Grüße
    Dagmar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.