3 Fehler, die dafür sorgen, dass dein Innerer Schweinehund dir auf der Nase herumtanzt

Hat dein Innerer Schweinhund die Kontrolle über dich? Die meisten Menschen kennen diese Triebkraft, die uns daran hindert, die Dinge anzugehen, die wir eigentlich tun sollten. Aber die wenigsten von ihnen wissen, dass unser Innerer Schweinehund keineswegs boshaft und zufällig handelt, sondern klaren Regeln folgt. Drei Fehler, die ihn dazu bringen, dir auf der Nase herum zu tanzen, zeige ich dir in diesem Artikel.

Nur wer die Verantwortung für sich übernimmt, kann etwas bewirken

Wer mit seinem Inneren Schweinehund Schwierigkeiten hat, empfindet vor allem eins: Frust. Du weißt genau, was zu tun wäre, aber du kannst dich einfach nicht aufraffen. “Mein Innerer Schweinehund ist mal wieder stärker als ich”, seufzt du – und lässt es dabei bewenden, als wäre damit alles gesagt. Ist es aber nicht!

Das resignierte Seufzen ist kein echtes Ergebnis, sondern ein Schutzmechanismus, den dein Innerer Schweinehund installiert hat, damit du ihn machen lässt. Denn wenn es eben so ist, kann man ja nichts machen, oder? Falsch! Bei dieser Erkenntnis fängt der Prozess erst an! 

Versuche es stattdessen mal mit: “Aha, für mich fühlt es sich so an, als wäre mein Innerer Schweinehund stärker als ich.” und dann geh den nächsten Schritt: Du hast gerade offensichtlich mehrere Kräfte in dir, die unterschiedliche Ergebnisse zum Ziel haben. Einer davon ist dein bewusstes Ich, ein anderer dein Innerer Schweinehund – aber wer ist das eigentlich genau?

Wenn wir vom Innerern Schweinehund reden, tun wir das oft so, als wäre das eine fremde Kraft, ein bösartiger Kobold, der sich in unserem Gehirn eingenistet hat, und dort an den Hebeln rumspielt. Das tun wir aus gutem Grund, denn so ist es viel leichter, die Verantwortung abzugeben: Wenn da ein böser Kobold sitzt, bin ich nicht dafür verantwortlich, dass ich gerade nicht voran komme. Was sich für unser Rechtfertigungsbedürfnis wie eine abgeschlossene Argumentation anfühlt, ist in Wirklichkeit das, was das ganze Problem überhaupt erst verursacht. Denn wer seine Verantwortung abgibt, gibt damit auch seine Macht ab. Umgekehrt wird plötzlich alles viel einfacher, wenn wir den Inneren Schweinehund als das akzeptieren, was er ist: ein Teil von uns, der sich für uns einsetzt.

Dein Innerer Schweinehund arbeitet für dich

Der Gedanke, dass der Innere Schweinehund eine Kraft deines Unterbewusstseins sein könnte, die sich für dein Wohlbefinden einsetzt, kann dir erst einmal seltsam vorkommen. Schließlich bist du frustriert über deine ungewollte Faulheit, was soll daran gut sein? Doch dabei begehst du einen Denkfehler: Denn dein Innerer Schweinehund versucht nie, dich zum Faulsein zu überreden. Warte, bevor du widersprichst, es geht noch weiter. “Ich bin faul” ist eine Interpretation deines Verstandes. Wenn du im Bett liegst, obwohl Sport deinem Körper gut tun würde, ist es leicht, dich in den Selbstvorwurf der Faulheit zu flüchten. Doch was passiert, wenn du die Verantwortung für die Situation übernimmst?

“Ich liege im Bett, weil es mir hier gefällt. Ich habe eine vage Vorstellung davon, dass Sport mir gut täte, aber die Motivation, die ich aus diesem Gedanken ziehen kann, ist zu schwach, um mich das Angenehme des Liegenbleibens gegen das Unangenehme des Aufstehens eintauschen zu lassen.” Wahrscheinlich würdest du es nicht so ausdrücken, aber das ist es, was wirklich vorgeht.

Du bist nicht einfach “faul”, sondern durchläufst einen Prozess, der auf die Maximierung deiner Lust ausgerichtet ist. Der Innere Schweinehund ist dabei lediglich im Hintergrund tätig: er checkt deine Motivation ab, prüft deine Prioritäten und zieht die Konsequenzen. Er ist eine Hilfskraft, die deinem Gehirn die Arbeit erspart, alle Befindlichkeiten einzubeziehen. Stattdessen schickt er dir bloß das Ergebnis: “Bleib liegen!” 

Dass dein aktuelles Lustempfinden kein guter Ratgeber für deine langfristigen Ziele ist, ist ein anderes Thema. Aber wenn du verstehst, dass du Einfluss darauf hast, wie die “Daten” interpretiert werden, kannst du dich darauf konzentrieren, was wirklich wichtig ist, um dein Leben in die richtige Richtung zu lenken.

Drei Fehler, die deinen Inneren Schweinehund dazu bringen, dir auf der Nase herum zu tanzen

1. Ihn bekämpfen

Dein Innerer Schweinehund nimmt seinen Job sehr ernst. Und je mehr du dich gegen ihn wehrst, desto stärker schlägt er zurück. Das heißt nicht, dass du resignieren sollst. Tritt stattdessen lieber mal einen Schritt zurück und überlege dir, was dein Innerer Schweinehund eigentlich möchte. Erinnere dich: Er arbeitet eigentlich für dich, zumindest für den Teil von dir, der sich nach Stabilität, Sicherheit und Entspannung sehnt. Wenn du ihn allerdings davon überzeugen kannst, dass deine Lebensträume langfristig genau dafür sorgen, hört er sofort mit dem Knurren auf.

2. Keine Entscheidungen treffen

Entscheidungen treffen ist schwer, aber täusche dich nicht: Wenn du dich nicht entscheidest, hast du nicht mehr Freiheit, sondern weniger! Dein Innerer Schweinehund findet eine entscheidungsfreie Zone sehr praktisch, da kann er nämlich machen, was er will. Wie gut das dann zu deinen Lebensträumen passt, ist eine andere Frage. Je klarer du dir machst, was du eigentlich möchtest, und dich bewusst dafür entscheidest, desto leichter wird dein Innerer Schweinehund mitgehen. Du bist der Boss, das weiß er – wenn du dich entsprechend benimmst. 

3. Dir zu viel “gönnen”

Es ist verführerisch, unseren Inneren Schweinehund einfach mal machen zu lassen, denn schließlich sorgt er für angenehme Erlebnisse. Das kannst du auch ganz prima vor dir selbst rechtfertigen, schließlich bist du ein freier Mensch, der es sich verdient hat, sich “ab und zu gehen” zu lassen. Aber täusche dich nicht: Nicht alles, was angenehm ist, tut dir wirklich gut! Und es hat nichts mit Moral-Apostelei zu tun, dich daran zu erinnern. Es geht nicht darum, irgendwelche Normen zu erfüllen, die dich in einen Käfig sperren. Sondern dich selbst daran zu erinnern, dass du zu viel größeren und schöneren Erlebnissen in der Lage bist, die jenseits deines Sofas auf dich warten. Das bedeutet vielleicht die eine oder andere “Unlust”, aber oft ist es das einfach wert!

Die Kunst ist, einen guten Mittelweg zu finden zwischen dem, was dich jetzt entspannt, und dem, was dich langfristig erfüllt. Beides ist einzeln cool, aber in einer guten Kombination wird es mega-geil! Denk drüber nach 😉

Fazit

Dein Innerer Schweinehund arbeitet für dich, um dir angenehme Erlebnisse zu verschaffen. Wenn du aufhörst, ihn als feindliche Kraft zu betrachten, kannst du dir seine Unterstützung zunutze machen. Dabei ist es wichtig, ihm klare Entscheidungen vorzusetzen, damit du auch deine langfristigen Ziele erreichst. 

Du bist dir unsicher, was eigentlich deine Ziele sind und was dir wie wichtig ist? Dann kann dir mein Onlinekurs Prioritäten-Power weiterhelfen!

Zum Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.