Nass, kalt, dunkel – produktiv!

Der Herbst hat Einzug gehalten. Wenn draußen der Wind pfeift und die Sonne sich viel zu früh verzieht, oft auch noch hinter einer Regenwolke, ist die Motivation, deine Aufgaben anzugehen, schnell dahin. Wie du trotz Dunkelheit und Kälte produktiv bleibst, verrate ich dir in diesem Artikel. 

Es gibt kein unproduktives Wetter

Wenn du merkst, dass deine Produktivität im Herbst nachlässt, ist das kein Grund, sich jeden Tag frustriert zur Arbeit zu schleppen. So, wie du im Herbst deine Garderobe umräumst, die Sommerkleidchen wegpackst und die Regenjacke aufhängst, kannst du auch mit einer kurzen Umräumaktion deinen Tagesablauf an die Jahreszeit anpassen. Und genau so, wie ein Spaziergang im Regen mit warmem Mantel und Regenschirm viel angenehmer ist, werden auch deine täglichen Aufgaben leichter, wenn du dich vorher entsprechend “einkleidest”. Wie geht das?

1. Übernimm Verantwortung für deine Gefühle

Erinnere dich: es ist nicht der Regen, der deine Stimmung verursacht, sondern deine Interpretation davon. Weil dich z.B. etwas bedrückt, zieht dich das Grau zusätzlich runter. Ja, du darfst die ganze Welt scheiße finden – und dann atme tief durch, schüttle den Mist ab und richte dich wieder auf das aus, was du eigentlich willst.
Du wirst dich doch nicht von ein bisschen Wetter davon abhalten lassen, die megacoole Frau zu sein, die du bist, oder? 😉

2. Achte verstärkt auf deinen Tagesrhythmus

Bei Dunkelheit zu arbeiten ist nicht für jeden etwas. Wenn du merkst, dass du damit Schwierigkeiten hast, erledige in dieser Zeit Kleinigkeiten, für die du nicht viel Energie brauchst.
Wenn du die Möglichkeit dazu hast, schlafe aus. Damit landest du automatisch in einem guten Bereich für deine Aktivitäten.
Verfälsche dein Körpergefühl nicht mit Aufputschmitteln, sondern geh mit deinem Rhythmus mit. Wenn du deine Arbeitsbelastung nach deiner inneren Uhr ausrichtest, wirst du mit größerer Leichtigkeit mehr erledigt bekommen. 

Du kennst deinen Biorhythmus noch nicht?
Dann lege dir ein Notizbuch neben den Schreibtisch, stelle dir einen Wecker und notiere dir jede Stunde, wie es dir gerade geht. Du kannst dafür zum Beispiel Punkte in ein Koordinatensystem malen, mit 1-10 für deine aktuelle Power zur jeweiligen Uhrzeit. Oder du notierst dir ein paar Stichpunkte: Fühlst du dich energiegeladen? Erschöpft? Hungrig? Was für eine Aufgabe erledigst du gerade und wie schwer fällt es dir?
Am Ende der Woche wertest du dann deine Notizen aus. Vielleicht hast du immer gegen 10 Uhr ein Leistungshoch, dafür kannst du um 14 Uhr gar nichts auf die Reihe bringen? Dann erledige in Zukunft die komplexen Aufgaben am Vormittag und mach eine erholsame Mittagspause. 

3. Sorge selbst für Wärme und Licht

Auf die simpelsten Dinge kommt man manchmal nicht: 

  • Dreh die Heizung auf
  • spüre Luftzügen nach und stopfe Kältebrücken
  • mach auch tagsüber das Licht im Zimmer an
  • räume die Fensterbank frei, sodass du möglichst viel von dem Licht abbekommst, das von draußen hereinfällt
  • besorge dir eine Tageslichtlampe
  • Zieh dir eine Weste an
  • investiere in gute Socken (mein Favorit: Yak-Wolle)
  • bewege dich
  • nimm verstärkt Vitamin D zu dir (z.B. über Milchprodukte, Lachs oder auch fertige Vitamin D – Tabletten aus der Apotheke)

4. Sei gut zu dir

Wenn du mal schlecht drauf bist, mach dich nicht auch noch fertig dafür. Gönn dir Zeit für dich, und wenn du das nächste Mal denkst: “Jetzt will ich aber mal wieder was tun.” wird dein Körper auch mitziehen.

Hebe deine Stimmung mit heißer Schokolade, einer kuscheligen Decke, einem genüsslichen Bad oder auch einem schönen Film – gezielt und erhebend.
Vermeide prokrastinierende Tätigkeiten, die deine Laune nicht wirklich verbessern, sondern auf ihrem Stand halten oder sogar verschlechtern – Netflix suchten, Facebook-Diskussionen verfolgen oder Clickerspiele spielen. Das ist keine Selbstfürsorge, sondern Zeit-Totschlagen. Nichts gegen eine Folge deiner Lieblingsserie oder ein Handyspiel zur rechten Zeit: in Maßen und mit positiver Wirkung!

Fazit

Der Wechsel der Jahreszeiten beeinflusst uns – und unsere Produktivität. Aber wenn du dich mit dem richtigen Mindset und einigen Anpassungen in deiner Umgebung “einkleidest”, merkst du, dass es gar nicht so abhängig von draußen ist, wie viel du schaffst. Und wenn doch: lass es gut sein und sorge für dich. Dann bist du bald wieder voll dabei. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.